Natürlich besser leben mit der Akademie für Naturheilkunde


15.06.2021

Pollenalarm – Heuschnupfenzeit

Laufende Nase, Niesen, sowie tränende und gereizte Augen – alles unangenehme Symptome einer Allergie, speziell wenn die Pollen fliegen.

Das Immunsystem ist der wichtigste Verteidiger unseres Körpers gegen unerwünschte Eindringlinge. Es befindet sich rund um die Uhr aktiv im Einsatz und muss dabei Höchstleistungen erbringen. Jedoch reagiert das Immunsystem bei Allergikern auf harmlose Stoffe in unserer Umwelt (Pollen, Staub, Tierhaare, …) als wären es Krankheitserreger. Dabei wird Histamin ausgeschüttet. Auf diese Weise entstehen die unangenehmen Symptome einer Allergie. Welche Vitamine und Mineralstoffe können uns dabei das Leben erleichtern?

Das Enzym Diaminoxidase (DAO) baut Histamin ab. Vitamin B6 fungiert als Co-Faktor. Das bedeutet, dass eine ausreichende Menge des Vitamins für die optimale Funktionalität der DAO nötig ist. Außerdem trägt Vitamin B6 (Pyridoxin) zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Vitamin C ist vor allem dafür bekannt, dass es zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Außerdem ist es ein natürliches Antihistaminikum und ein wichtiges Antioxidans.

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen und in die unterschiedlichsten Stoffwechselaktivitäten eingebunden. U.a. stärkt Zink das Immunsystem, hemmt die Histaminausschüttung und verringert die Allergiebereitschaft.

Calcium erschwert die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen und ist in der Lage die Zellmembranen zu stabilisieren.  Sein physiologischer Gegenspieler Magnesium kann allergische Symptome mildern, ein Magnesiummangel kann allergische Reaktionen verstärken.

Es lohnt sich auch, bei Allergien an Vitalpilze zu denken.
Proteine des Flammulina zeigten in einer Studie antiallergische Effekte. Der Reishi hat ein sehr breites Wirkspektrum und wird nicht umsonst in Asien auch als „Pilz der Unsterblichkeit“ genannt. Neben seinen vielen positiven Eigenschaften hat er u.a. auch antiallergisches Potenzial.

Tipp:
Aufgrund der immunmodulierenden Wirkung des Agaricus empfiehlt sich auch im Akutfall einer Allergie: 1 Woche lang täglich 1200 mg Agaricus-Extrakt. Danach 4 Wochen lang 600 mg Agaricus-Extrakt.

08.06.2021

Die Linde – Baum der Gemeinschaft und des Herzens

Es dauert nicht mehr lange und wir werden, wie jedes Jahr um diese Zeit, betört vom Duft der sich entfaltenden Lindenblüten. Nicht nur wir Menschen fühlen uns von diesem Duft angezogen. Es summt und brummt im Blätterwald. Hummeln und Bienen lieben den Nektar der Lindenblüten, wir lieben ihren Honig und ernten und trocknen die Blüten jetzt, um im Herbst und Winter ein probates Mittel bei grippalen Infekten zu haben. Lindenblütentee stärkt die Abwehrkräfte, ist reizlindernd, schweißtreibend und entzündungshemmend bei Erkältungen, Fieber und Husten. Gleichzeitig wirkt er beruhigend und schlaffördernd.

Die Linde hat aber auch große Symbolkraft. Sie steht zwar gerne allein oder mit ein, zwei weiteren Linden auf Dorf- oder Kirchplätzen, aber sie ist ein Baum der Gemeinschaft, der Freude, des Festes und der Beziehung – ein Volks-, Friedens- und Liebesbaum. Ihre Blätter haben die Signatur des Herzens. Die Linde steht auch für das Weiche, das Weibliche. Lindenholz ist sehr weich und wer schon mal die jungen Blätter gekaut hat oder im Herbst und Winter die Knospen, wird überrascht sein, was er im Mund fühlt. Wir können eine einhüllende, lindernde, angenehm schleimige Konsistenz wahrnehmen. Wer einen Anflug von Halskratzen oder Halsschmerzen verspürt und einem Lindenbaum begegnet, kann es ja mal ausprobieren.

Machen Sie die Augen auf, spitzen Sie die Ohren, schnuppern Sie, fühlen und schmecken Sie. Wer sie mit allen Sinnen wahrnimmt, wird die Linde mit neuen „Augen“ betrachten. Oder sie schließen die Augen und stellen sich vor, wie früher fröhliche Feste unter der Linde gefeiert wurden, wie man zur Zeit der Germanen einen „milden“ Richterspruch erwartete unter der Linde oder wie beim Dorfbrunnen im Schatten der Linde der neueste „Dorftratsch“ verbreitet wurde. Denn Tageszeitung oder Nachrichten am Handy im Sekundentakt gab es früher nicht. Wenn Sie eine Linde etwas abseits finden, lassen Sie sich nieder an ihrem Stamm und spüren Sie die Ruhe. Vielleicht fallen Ihnen auch alte Volkslieder oder Gedichte ein, denn die Linde wurde gerne besungen. Wie auch immer. Sie wird Ihnen guttun.

Heidi Friedberger

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28.05.2021

Darf ich vorstellen? Das Zinnkraut!

Als Zinnkraut bin ich noch im Volksmund bekannt, denn in alter Zeit, als es noch keine chemischen Wasch- und Scheuermittel gab, galt ich als probates Mittel zur Reinigung von metallenen Töpfen, Pfannen oder Krügen. Andere kennen mich unter dem Namen Ackerschachtelhalm. Meine Fähigkeiten als Heilpflanze scheinen vielerorts fast in Vergessenheit geraten zu sein. Ich bin vielleicht keine Schönheit unter den Pflanzen, weder bunte Blüten noch üppige Blätter zieren mich und ich dufte auch nicht. Aber wenn man genauer hinsieht, bin ich hochinteressant.
Meine Wurzeln können bis zu 1,60 Meter tief in die Erde wachsen. Ich bin also fest im Boden verankert. Mein äußeres Erscheinungsbild ist karg und puristisch, mein Aufbau klar und strukturiert. Meine Gestalt beschränkt sich auf Stängel und Seitentriebe, auf das absolut Notwendige – die Struktur und das Gerüst. Dieses ist in mehrere Segmente geteilt, die wie ineinandergesteckt, also geschachtelt, aussehen. Verbunden sind die Segmente durch Knoten. Wie Manschetten, die sich an den Stängel schmiegen, schauen die feingezähnten Blätter aus, die die Knoten umfassen.
In meinen Zellwänden habe ich Kieselsäure eingelagert, die mir meine Festigkeit und Zähigkeit verleiht.
Ihr Menschen könnt euch meine Kieselsäure zunutze machen. Wenn ihr mich lang genug (mindestens 30 Minuten, besser 1 Stunde) in simmerndem Wasser ausköchelt, dann habt ihr einen wertvollen Tee, der auch euer Bindegewebe, eure Bänder, Haut, Haare und Nägel festigt bzw. zum Wachstum anregt.  Ich kann eurer Haut helfen Feuchtigkeit zu binden, vielleicht „welkt“ sie dann nicht so rasch ; ). Auch die Wundheilung unterstütze ich gut. Zudem habe ich mir als Durchspülungstee für Nieren und Blase einen guten Ruf erworben.
So wie man früher Pfannen mit mir gereinigt und auf Hochglanz poliert hat, kann ich euch meine Dienste auch zur inneren Reinigung und Entgiftung eures Organismus anbieten.

Im Winter bin ich ganz unter der Erde zu Hause. Im Frühling findet ihr mich als braune Sporenähren an den blassbeigen saftigen Sporentrieben, die herrlich im Rührei munden und Gemüse-Pfannengerichten eine pilzige Note verleihen. Mein grünes Kleid lege ich dann erst einige Wochen später an.

Ich bin nicht nur ganz klar strukturiert, gefestigt und gut geerdet, zugleich bin ich höchst elastisch und beweglich. Ordnung, Struktur und Flexibilität in einem Wesen vereint. Vielleicht sehnt ihr euch in manchen Situationen eures Lebens auch danach?

Verwechseln könnt ihr mich leicht mit meinem Bruder dem Sumpfschachtelhalm. Dieser ist jedoch weder genießbar noch eine Heilpflanze. Also passt auf, wenn ihr mich auf eigene Faust entdecken und sammeln wollt.  Aber geht nächstes Mal nicht achtlos an mir vorbei und bezeichnet mich bitte nicht als Unkraut. Das habe ich nicht verdient.  


Was machen wir?
Was bedeutet für uns Naturheilkunde?

Mein Name ist Heidi Friedberger. Ich bin die Geschäftsführerin der Akademie für Naturheilkunde (AfN) und vielleicht möchten Sie wissen was mich und die Akademie mit ihren Mitarbeiterinnen antreibt?

Dazu starten wir eine Blog-Reihe. Wir halten Sie auf dem Laufenden, was es bei der AfN und im Bereich Naturheilkunde Neues gibt.

Ein „gesundes“ Leben, möglichst im Einklang mit der Natur, war mir immer wichtig. Es gewann jedoch an Bedeutung, als ich vor fast 20 Jahren Mutter eines Sohnes wurde. Ich machte eine Ausbildung zur Ernährungstrainerin und zur TEH-Praktikerin (Traditionelle Europäische Heilkunde). Es war mir wichtig meinem Kind nicht bei jeder Kleinigkeit die üblichen Arzneimittel zu verabreichen. Denn die Natur bietet uns so viel Gutes. Und wenn wir rechtzeitig gegensteuern, können wir eine Behandlung mit Medikamenten oftmals vermeiden.

Heilkräuter spielen dabei eine wichtige Rolle und natürlich eine gesunde, ausgewogene, möglichst biologische und regionale Ernährung. Auch hier können Wildkräuter je nach Saison den Speiseplan wertvoll und geschmackvoll ergänzen.

Was also ist wichtig?

  • das Wissen um die richtigen Nährstoffe
  • altes Heilwissen sorgsam und bedächtig weitergeben und anwenden
  • die Selbstheilungskräfte schützen, unterstützen und aktivieren

Letzteres hängt mit einer guten Versorgung unseres Organismus zusammen; mit einer guten Unterstützung durch Heilkräuter und natürlich auch damit, ob unser Körper und unsere Psyche in Balance sind.

Die Natur kann uns hier in vielfältiger Weise unterstützen. Allein ein Spaziergang in einer intakten Umgebung bringt uns zum Durchatmen und zum Entspannen. Waldbaden ist auch so ein Stichwort, das immer populärer wird. Auch Bäume können uns Kraft spenden. Es gibt Menschen, für die es eine Wohltat ist mit einem Baum ins „Gespräch“ zu kommen. Ganz abgesehen von den gesundheitsfördernden Terpenen, die dem Nadelwald entströmen.

Wir verstehen Naturheilkunde nicht als Alternative zur Schulmedizin, sondern sehen ihren Vorteil in der Prävention und in der begleitenden Therapie (komplementäre Heilkunde). In diesem Sinne unterstützen wir Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, Kinesiologen und Pharmazeuten im Bereich

  • Orthomolekulare Therapie (ausgewählte Nährstoffe zur Prävention und Therapie)
  • Mykotherapie (gezielter Einsatz von Medizinalpilzen aus dem Erfahrungsschatz der TCM)
  • Phytotherapie bzw. Pflanzenheilkunde mit engem Bezug zur Klosterheilkunde (ganzheitlicher Ansatz)

Lernen Sie mit uns und von unseren Experten. Tauchen Sie tiefer ein in die Welt der Medizinalpilze. Vertiefen Sie Ihr Wissen auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde. Bleiben Sie auf dem neuesten Stand was eine Substitution mit den richtigen Nährstoffen bei bestimmten Befindlichkeiten bewirken kann.

Lernen Sie mit uns – und halten Sie es wie Benjamin Franklin, der meinte: “Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.“