Rückblick Kongress in St. Virgil 2018

Mit allen Sinnen heilsam sein

3. Kongress der Klosterheilkunde – dieses Jahr unter dem Motto „Gesundheitsprävention auf Grundlage der Europäischen Klosterheilkunde“

Heilpflanzen und ihre Wirkung beschäftigen die Menschen seit vielen Jahrhunderten. Das Sammeln und Trocknen sowie die Verarbeitung zu „Heilmitteln“ hat lange Tradition. Niemals aber verließ sich der Mensch in früheren Zeiten, als er noch eng in Beziehung zur Natur, zu seiner Umwelt und zur Transzendenz (früher böse oder gute Mächte und Götter, heute im christlichen Sinne „Gott“) stand, allein auf „Wirkstoffe“ einer Pflanze oder einer „Medizin“. Die Bitte um Heilung oder Gesundheit, ein Glaube an höhere Mächte, ein in Beziehung treten mit sich und der Umwelt, auch mit den Heilpflanzen, war immer Teil des Heilungsprozesses. Erst diese Spiritualität ermöglichte es, Zugang zu den Selbstheilungskräften zu finden. In der Klosterheilkunde kamen dann noch weitere Faktoren für ein Leben in Gesundheit bzw. ein wieder „heil werden“ dazu: Ein Leben in Balance, ein Wahrnehmen von sich selbst und seiner Umwelt mit allen Sinnen, Achtsamkeit und „das gute Maß“.
Am 3. Kongress der Klosterheilkunde gewährten die Referenten Einblicke in Elemente der Klosterheilkunde und der Traditionellen Abendländischen Medizin. Sie zeigten in einem praktischen Teil, wie wir unsere Sinne schulen, um psychischen und physischen Krankheiten vorzubeugen oder sie zu überwinden. Vom spirituellen Aspekt der Klosterheilkunde über die kleine Baumapotheke bis hin zur Herz-Meditation, zur Stärkung von Stresskompetenz und Resilienz – der Kongress bot auch in seinem 3. Jahr wieder ein vielseitiges Programm.
Folgende Experten referierten am 3. Kongress der Klosterheilkunde:

Pater Dr. Johannes Pausch OSB, Prior des Europaklosters Gut Aich diskutierte mit Uwe Büttner, Geschäftsführer der Seewald Unternehmensgruppe, über das Heilsame in der Klosterheilkunde.
Olaf Rippe , Heilpraktikerin und Spezialist für Abendländische Medizin, ließ die Teilnehmer in eine faszinierende Welt der Bäume eintauchen und zeigte auf, dass 7 Kräuter für ein ganzes Frauenleben ausreichen, wenn man weiß wann man zu welchem Kraut greifen soll und wie es am besten wirkt.
PD. Dr. habil. Karl-Heinz Steinmetz, Experte für Spiritualitätsforschung und Medizingeschichte, gab Einblicke in die Ernährung in der Klosterheilkunde und wie „Leibarbeit“ bereits dazumal für geistige und körperliche Entspannung sorgte. Diese uralte Form einer „spirituellen Gymnastik“ wirkt auch heute noch bei Verspannungen.

Außerdem wurde beim Kongress das Buch der Akademie für Naturheilkunde und des Vereins Europäische Klosterheilkunde „Spirituelle Pflanzenheilkunde – Wesen der Pflanze, traditionelle Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse“ vorgestellt. Von den Teilnehmern wurde es begeistert aufgenommen.

Der Samstagvormittag war einem universitären Klosterheilkunde-Lehrgang in einer Kooperation der Universität Mozarteum Salzburg (O. Univ. Prof. Mag. Klaus Fessmann) und der IB-Hochschule (Prof. Dr. Christian Trumpp) gewidmet. Unter professioneller Anleitung wurde spürbar gemacht, wie die Sinne aktiviert werden und was dies mit uns macht. Prof. Dr. med. Rainer Klopp (Institut für Mikrozirkulation Berlin) zeigte als Abschluss, wie an einem Gerät Mikrozirkulation im Körper sichtbar gemacht wird und wie Schwingungen (am Beispiel eines Klangsteins) auf unsere Mikrozirkulation wirken.

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